Amazonas

Der Amazonas gilt mit 6.448 km hinter dem Nil als der zweitlängste Fluss der Welt. Diese Länge beruht auf einer Messung aus dem Jahr 1969. Der Amazonas ist aber der größte Fluss Südamerikas und gilt zudem als der wasserreichste Fluss der Erde. Dies rührt daher, dass in den Amazonas rund 10.000 kleinere Flüsse münden.

Von den rund 1.100 größeren Nebenflüssen sind 17 mehr als 1.600 km lang. Die Breite des Amazonas beträgt an einigen Stellen mehrere Kilometer, variiert jedoch jahreszeitlich bedingt durch die schwankenden Niederschläge, die an den Oberläufen niedergehen. Mit seinen großen Wassermengen überschwemmt der Amazonas angrenzende Wälder zum Teil auf einer Breite von bis zu 100 km, was den Amazonas zu einem einzigartigen Ökosystem macht. Der Amazonas entspringt in den Anden Perus. Die Quellflüsse des Amazonas sind der Marañón, der Huallaga und der Ucayali. Traditionell und 1909 auch festgelegt als Quellfluss des Amazonas angegeben wird der 1.600 km lange Marañón mit seinem Ursprung in drei Lagunen oberhalb von Lago Lauricocha.

Das Amazonasgebiet erstreckt sich über die Länder Peru, Venezuela, Kolumbien und Bolivien und umfasst auch Teile Brasiliens. In Brasilien mündet der Amazonas schließlich auch in den Atlantischen Ozean. Im Amazonasgebiet ist der Fluss sehr wichtig als Transportader, zumal in der Regenzeit viele Straßen unpassierbar werden.