Chinesisches Meer

Mit dem Begriff Chinesisches Meer wird ein großes Randmeer des Pazifischen Ozeans bezeichnet, das allerdings das Gelbe Meer, das Ostchinesische Meer und das Südchinesische Meer umfasst. Das Chinesische Meer liegt dabei zwischen den Anrainerregionen, bzw. die Staaten Borneo und den zu Japan gehörenden Kyushu-Inseln, der malaiischen Halbinsel und Süd- und Nordkorea, sowie Hinterindien und der Ostküste von China.

Während das Gelbe Meer dabei seinen Namen von dem nährstoffhaltigen gelben Schwemmsand hat und mit 105 m an der tiefsten Stelle ein recht flaches Meer ist, hat das angrenzende Ostchinesische Meer eine Fläche von gut 1,25 Millionen km² und eine mittlere Tiefe von 275 m. Hier wurden in den 1980er Jahren auch bedeutsame Erdöllager entdeckt. Über den Zugriff hierauf streiten sich allerdings nach wie vor die Anrainerstaaten. Insbesondere führte dieser Streit zum offenen Konflikt zwischen Südkorea und China. Im Südchinesischen Meer, zum den auch der Golf von Thailand und der Golf von Tonkin gehören, geht die größte Tiefe bis auf 5.016 m hinunter. Dieser Teil des Chinesischen Meers hat eine Fläche von 2.975.000 km².

Die Anrainerstaaten des Südchinesischen Meers sind außer China auch die Philippinen, Malaysia, sowie Brunei, Indonesien, Singapur, wie auch Thailand, Kambodscha und Vietnam. Der Besitzanspruch an den Spratly-Inseln und den Paracel-Inseln ist umstritten. Der Grund ist deren strategische Bedeutung im Rahmen der Versorgungsstraße Ostasiens.