Oder
Der
Fluss Oder hatte nach dem 2. Weltkrieg eine sehr große politische
Bedeutung, und zwar wurde die Oder 1990 im Rahmen der Oder-Neiße-Linie
zur deutschen Ostgrenze zu Polen. Allgemein ist die Oder ein mitteleuropäischer
Strom.
Er entspringt in Tschechien und fließt durch Polen und Deutschland,
ist 866 km lang und ist dabei der fünftgrößte Fluss Deutschlands,
den die Oder auf einer Länge von 574 km durchfließt. Auf 717
km ist die Oder bis Cosel in Polen schiffbar. Die Nebenflüsse der
Oder sind unter die Weide, die Bartsch und Warthe auf der rechten Seite
und die Glatzer Neiße, die Lausitzer Neiße und die Welse,
die Oppa und die Osobloga auf der linken Seite. Hier beginnt der Gleiwitzer
Kanal, der einst als Anfang des Donau-Oder-Kanals gedacht war. Die Oder
mündet bei Stettin letztlich in die Ostsee. Der Umweltschutz spielt
an der Donau eine sehr große Rolle. So gründeten 1996 Deutschland,
Polen und Tschechien die IKSO, die „Internationale Kommission zum
Schutz der Oder gegen Verunreinigung“. In diesem Vertragswerk verpflichteten
sich die Staaten auf die Reduzierung der Schadstoffbelastung der Oder,
wie auch deren Einzugsbereichs von 118.861 km².
Bereits 1995 wurde der Nationalpark Unteres Odertal gegründet. Die
an der Oder gelegenen Großstädte sind Breslau, Stettin und
Ostrava, sowie Oppeln, aber auch die Mittelstädte Frankfurt an der
Oder und Schwedt.